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Bessere Räume: Die Landschaft im Haus

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Der moderne Hortus Conclusus als resiliente Lebenswelt: Krisen verändern den Alltag erschreckend schnell und oft schneller, als man auf sie reagieren oder sie bewältigen kann. Nach einer Krise gilt es dann, nicht bloß zur Normalität zurückzukehren, wenn das überhaupt wünschenswert sein sollte. Nein, stattdessen gilt das Motto, den Status quo zu verbessern, getreu dem Motto “Build Back Better”. Die Absicht dahinter ist, Lebenswelten nachhaltiger, resilienter zu machen. Dies betrifft Arbeits- und Einkaufswelten insbesondere angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Innenstädte. Sich nach bereits vorher bestehenden Trends zu orientieren ist dabei zielführend – weil die Bewältigung der Krise kaum Zeit für aufwändige, neue Planungen lässt. Man möchte schnell wieder die Türen öffnen, die Kunden begrüßen, die Büroflächen belegen, den Alltag in diese Räume zurückholen. Eine solche bereits existierende Strategie, die seit Anbeginn der architektonischen Moderne Bestand hat,...

Einfach bauen – schwerer als gedacht!

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Über den Wandel der Einfachheit in der Theorie und Praxis des Planens und Bauens: Wer sich mit Architektur befasst, weiß, dass einfaches Bauen alles andere als leicht ist. Dabei besteht ein Spannungsfeld zwischen Simplizität und Komplexität. Es bezeichnet auch, was wir als “einfach” in der Architektur verstehen und wie sich die Bedeutung des Begriffs in der Theorie und Praxis des Planens und Bauens wandelt. “Schwer ist leicht was”, befand schon Karl Valentin, scharfzüngiger Beobachter der bayerischen Kultur und ihrer Eigentümlichkeiten. Das Gegenteil, “leicht ist schwer was”, besitzt ähnlich tautologischen Charakter. Demnach ist das Leichte gar nicht so leicht, das Einfache gar nicht so einfach. Im alltäglichen Gebrauch sind einfach und leicht synonym verwendbar. Scheint simpel? “Einfach” beschreibt Vorhaben, die leicht durchführbar sind, betrifft jedoch auch die Zahl verwendeter Elemente, während “leicht” nicht zuletzt auf das Gewicht besagter Elemente verweist. In beiden Fällen spiel...

Drei Vorschläge des Konzeptpapiers für Klimahaine

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Klimahaine für die "steinerne Stadt" beschreibt ein Konzept der Landshuter Bauminitiative.  Für die Umsetzung des Konzepts der Klimahaine in der Stadt Landshut schlagen wir vor: ein wissensbasiertes Ordnungsraster mit 100 m Achsmaß dient als planerische Orientierungshilfe für neue Klimahaine (Vorschlag 1); bestimmte Bestandsorte wie Krenkl, Dreifaltigkeitsplatz, Regierungsplatz, etc. werden als klimaberuhigte Ankerpunkte ausgebaut (Vorschlag 2); eine entsprechende Vernetzung bestehender und neuer klimaberuhigter Zonen im öffentlichen Stadtraum orientiert sich nach dem Ordnungsraster (Vorschlag 3). Begründung der Vorschläge des Konzeptpapiers: Wenn es in der steinernen Innenstadt keine Bäume gibt, wird es an sonnigen Tagen heiß, bleibt es heiß und wird es noch heißer. Begrünte Parks und Hinterhöfe bieten Linderung, doch halten sich Menschen nicht immer dort auf. Viel öfter bewegen sie sich im öffentlichen Platz- und Straßenraum. Das Konzept der Klimahaine dient dazu, in diesen...

Klimahaine für die "steinerne Stadt"

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Klimahaine für Landshut Ein Initiative der "Landshuter Bauminitiative" (LBI) Warum sollen Bäume auch im dicht bebauten, „steinernen“ Stadtraum gepflanzt werden? Erstens tragen sie dazu bei, die zunehmend heißen Städte zu kühlen. Durch den Klimawandel entstehen urbane Hitzeinseln, die besonders für Kinder, ältere Menschen sowie Kranke gefährlich sein können. Entsprechende Vorschläge gibt es bereits, die Stadtplanung muss sie nur anwenden. Versiegelte Räume können durch technische, grüne und wasserbezogene Lösungen gekühlt werden, um der Bevölkerung Schutz vor Hitze zu bieten. Zweitens befinden sich Parks und Hinterhöfe oft nicht dort, wo Menschen sich tatsächlich aufhalten. Die moderne Stadtplanung hat Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Grün räumlich getrennt. Dieses Modell – etwa in der „autogerechten Stadt“ – wird heute zunehmend durch das Leitbild der resilienten und nachhaltigen Stadt ersetzt, die widerstandsfähiger gegenüber Krisen ist und soziale, ökologische s...

Klimahaine in der Landshuter Zeitung

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Vielen Dank an die Landshuter Zeitung für die Vorstellung des Konzepts der Klimahaine! Mit Willi Forster, Richard Kuther, Helmut Wartner Gruppenfoto: Harry Zdera

Das plumpe Tropaion

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Manche Themen sind Evergreens. Man könnte meinen, sie kommen aus einem mythischen Land, womöglich Evergreenland, immer und immer wieder. So verhält es sich auch mit dem Interesse an Grönland. Ob man diese größte Insel der Welt nicht besitzen könnte? Oder die städtebauliche Entwicklung der Siedlungen an der Küste vorantreiben? Gar ein symbolisches Bauwerk dort errichten, das die Kühnheit und den Weitblick des Erbauers verkündet? Ganz egal, ob man sich an den lokalen kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen Kontext anpasst? Tja, da war doch was. Als ich mich mit der "Raumproduktion unter POTUS 45" befasste, rückten auch Inselbegierden in den Fokus. 2019 entstand der Text "Das plumpe Tropaion", der jedoch nie veröffentlicht wurde. Seit Marx wissen wir, wie Geld die Produktion des Raums befeuert, und seit Schumpeter verstehen wir auch, wie Erfindergeist zu Disruptionen in eben diesem Raum beitragen kann. Insofern waren amerikanische Wähler innovativ, als sie Trump zum Pr...

Das Jahr 2025 im Rückspiegel der Nexialist Agency

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2025 im Rückspiegel der Nexialist Agency for Research and Communication 2025 war ein Jahr voller Überraschungen und mit überraschend vielen Aufträgen – in allen Bereichen, in denen ich "kreativ aktiv" bin oder publizistische Dienstleistungen anbiete. Architektur, Städtebau, Stadtplanung, Umwelt: Mein Kollege Ifte Ahmed von der University of Newcastle lud mich ein, das Kapitel "Infrastructure Recovery" für die Encyclopedia of Disaster Risk Reduction (Springer Nature) zu schreiben. Für den Katalog der Ausstellung "Democratic Design" im Architekturforum Aedes in Berlin verfasste ich im Auftrag der Architekten von Hirner & Riehl den Beitrag über Bellevue di Monaco unter dem Titel "Democratic Design – The Bellevue Code". Und mein Kollege Alexander Gutzmer lud mich erneut ein, bei urban.matters mitzuwirken, dem Magazin für Stadtideen von Ehret+Klein. Das Essay "Arbeitersiedlungen: Eine Antwort auf die Wohnungskrise?" erschien in Ausgabe 5...