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Das plumpe Tropaion

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Manche Themen sind Evergreens. Man könnte meinen, sie kommen aus einem mythischen Land, womöglich Evergreenland, immer und immer wieder. So verhält es sich auch mit dem Interesse an Grönland. Ob man diese größte Insel der Welt nicht besitzen könnte? Oder die städtebauliche Entwicklung der Siedlungen an der Küste vorantreiben? Gar ein symbolisches Bauwerk dort errichten, das die Kühnheit und den Weitblick des Erbauers verkündet? Ganz egal, ob man sich an den lokalen kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen Kontext anpasst? Tja, da war doch was. Als ich mich mit der "Raumproduktion unter POTUS 45" befasste, rückten auch Inselbegierden in den Fokus. 2019 entstand der Text "Das plumpe Tropaion", der jedoch nie veröffentlicht wurde. Seit Marx wissen wir, wie Geld die Produktion des Raums befeuert, und seit Schumpeter verstehen wir auch, wie Erfindergeist zu Disruptionen in eben diesem Raum beitragen kann. Insofern waren amerikanische Wähler innovativ, als sie Trump zum Pr...

Veröffentlichung: Arbeiter­sied­lungen – eine Ant­wort auf die Wohn­ungs­krise?

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Soeben erschienen, zunächst online und bald als Printausgabe, enthält das Magazin urban.matters Artikel als Ideengeber für die Planung und den Bau lebenswerter Städte. Kuratiert von Ehret+Klein, wird das Magazin von Alexander Gutzmer verantwortet. Ausgabe 5 enthält meinen Beitrag "Arbeiter­sied­lungen – eine Ant­wort auf die Wohn­ungs­krise?" In der Rubrik "Soziales" wird der Beitrag wie folgt angekündigt: "Sie funktionieren wie Kleinstädte, sind aber letztlich künstlich konzipierte Räume: die Arbeitersiedlungen, in denen große Unternehmen lange ihre Arbeitenden unterbrachten. Interessant – aber auch ein Modell für die Zukunft?" Ich betrachte Beispiele wie die Fuggerei in Augsburg und die Interpretation ihres "Codes" in Gestalt des NEXT500-Pavillons von MVRDV, Saltaire nahe dem englischen Bradford, Onkel Toms Hütte und die Hufeisensiedlung in Berlin, den Karl-Marx-Hof in Wien, die Levittowns in den USA, sowie wagnisWEST in München-Freiham. Link: ...

Von Hitzecheck bis Mühleninsel

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Die Landshuter Zeitung berichtete am Samstag, den 23.08. über den "Hitzecheck" und dessen Bedeutung für die Stadt. Auch die "Causa Mühleninsel" wurde im Interview erneut thematisiert. Beide Themen werfen wichtige planerische Fragen auf. Und sie betreffen die Stadtöffentlichkeit. In den beiden genannten Beiträgen wurde angesprochen, dass ein gemeinsames Gespräch von politisch und planerisch Verantwortlichen gewünscht wird. Das ist ein positives Signal. Es ist dabei erforderlich, sich zu überlegen, wie ein solches Gespräch gestaltet wird. Es empfiehlt sich ein öffentliches Format, das von einer unabhängigen Institution moderiert wird. Es haben sich nämlich Fälle der öffentlichen Kritik wiederholt, deren Ausgangspunkt strittige Planungen waren. Eine fachlich begründete und sachlich moderierte öffentliche Diskussion kann Konflikte mindern oder vermeiden. Dazu wäre es hilfreich, Pläne (Grundrisse, Schnitte, Ansichten) zu "sehen". Grün und insbesondere Stadtgrün...

Recht auf die Stadt

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Da es immer wieder Diskussionen gibt um die Rolle des öffentlichen Raums der Stadt und darum, was passiert, wenn private Investoren diesen Raum besetzen und den Zugang einschränken, poste ich hier einen Auszug aus "Bavarität". Konkret geht es um den Abschnitt "Recht auf Partizipation" aus dem Kapitel "Raum zum Wohnen", in dem es auch um das Recht auf die Stadt geht.  Aktueller Stein des Anstoßes ist der geplante Neubau einer Seniorenresidenz an der Stelle eines Biergartens und Gasthauses auf der Mühleninsel in Landshut. Das Projekt wirft ganz bestimmte Fragen der nachhaltigen Stadtplanung auf, die der folgende Auszug diskursiv verorten soll – ganz abgesehen von dem Umstand, dass Abriss selten die planerisch-gestalterisch ideale und bestenfalls die billigste Lösung darstellt. Bildquelle: M. Kammerbauer; Landshuter Zeitung / Alex Schmid   (...) Es ist nun einmal so, dass sich Themen der nachhaltigen Stadtplanung, der Klimaanpassung und der Minderung von Umwe...

Ein überraschender Auftrag

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Wenn man einen Arbeitsraum teilt, gibt es immer wieder positive Überraschungen. Man kommt miteinander ins Gespräch. Ein Gespräch kann Ideen hervorbringen. Eine Idee kann zu einem Angebot führen und schließlich zu einem Auftrag. So war es auch, als Martina Dambacher von PURE Immo mir im Dudlhofer Coworking Space von einem neuen, interessanten Projekt erzählte, das sie betreut. Wir besichtigten das Bauwerk und ich verfasste einen Text dazu, der Teil des Portfolios von "Panorama" geworden ist, einem Gebäude mit Mischnutzung in unmittelbarer Nähe der Stadt Landshut. So kam es also zu einem überraschenden Auftrag, über den ich sehr glücklich bin. Meiner Klientin wünsche ich mit "Panorama" viel Erfolg! Website von Martina Dambacher, PURE Immo