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Showing posts with the label Wiederaufbau

Erinnerung an die Zeit nach 9/11 und die Frage nach einem Mahnmal

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Nach 9/11 entwickelte sich bald eine gestalterische Diskussion darüber, wie man die Erinnerung an die Terrorangriffe verorten könnte. Es wurden zwei Memorial Competitions ausgerufen, für das Pentagon im Jahr 2002 und für Ground Zero im Jahr 2003, dem vormaligen Standort des World Trade Center in Manhattan. Ich nahm an beiden Wettbewerben als junger Architekt teil.  Der Beitrag für Ground Zero verbindet mich mit einem anderen Teilnehmer: Fritz Koenig. Er hatte, entgegen der Forderung "it's broken, you have to fix it", seine Kugelkaryatide stoisch mit Zeichen der Beschädigung wieder dort aufstellen wollen, wo sie vorher gestanden hatte. Aus architekturtheoretischer Perspektive drückt er damit den Alterswert im Gegensatz zum Neuheitswert aus, der Angriff und die Schäden werden Teil der unausweichlichen Zeichenhaftigkeit des Kunstwerks. Mein Beitrag hybridisert die getöteten Menschen symbolisch mit der neuen Landschaft. Dabei wollte ich ein "numbers game" vermeiden....

Bavarität gelesen und diskutiert bei Schnitzer&

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Im Studio von Schnitzer& am Mittwoch, den 04.12. durfte ich abends mein Buch "Bavarität" vorstellen, Passagen daraus vorlesen und darüber mit dem Publikum diskutieren. Für die Einführung, Moderation und Mit-Lesung konnte ich Nicola Borgmann und Mathieu Wellner gewinnen. Mit der These, dass ein Zustand wie "Bavarität" denkbar sei, habe ich das Publikum dazu motiviert, sehr interessante, manchmal kritische und bisweilen provokante Fragen zu stellen:  Was wohl die Bavarität eigentlich sei? Etwas, das es wohl geben müsse, wenn Urbanität und Ruralität das baukulturelle Leben im Freistaat Bayern bestimmen – ein Phänomen, dass sich aus dem Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne, zwischen Stadt und Land, zwischen Handwerkskunst und Industrieproduktion herausgebildet hat. Bavarität beschreibt demnach keinen Stil, sondern ist ein soziokultureller Zustand. Ob es im Buch mehr um Krisen und die Rolle des Bundes als um Bavarität ginge? Wenn Krisen der gedanklich...

Alle Jahre wieder: Gedanken zu Hochwasserkatastrophen und was danach kommt

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Alle Jahre wieder, so könnte man sagen: Hochwassergefahren nehmen zu, Hochwasserrisiken steigen. In Bavarität geht es ebenfalls um dieses Thema und insbesondere, wie wir mit entsprechenden Katastrophen umgehen. "Wir" bezeichnet dabei den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit den Folgen einer Hochwasserkatastrophe. Im Buch diskutiere ich, wie mit den Folgen des desaströsen Hochwassers in Deggendorf umgegangen wurde. Die Nachsorge wird dabei zur Grundlage für die Nachsorge. Alleine schon aus diesem Grund wird man schnell verstehen, dass ein Wiederaufbau – denn genau darum geht es – nach dem Status quo in keinster Weise dazu beiträgt, nach dem nächsten Hochwasser ein anderes Ergebnis zu erzielen. Mittlerweile kennt jeder das Sprichwort, " immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, ist ein Zeichen von ..." nun, sagen wir mal, mangelnder Weitsicht. Besser wiederaufbauen kann Folgerisiken wie bei wiederkehrenden Hochwassern mindern. Besser ...