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Die Krise des Wohnens, nächste Runde

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Die Krise des Wohnens geistert wieder durch die Medien, diesmal in Zusammenhang mit der Wahl in Berlin und dem Vorhaben der Linken zur Enteignung von Mietwohnungen. Dabei geht es um die Umsetzung des Berliner Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE) auf Grundlage des Grundgesetzartikels 15 (Vergesellschaftung). Auf welche Eigentümer und welchen Wohnraum zielt der Volksentscheid ab? Es geht ausschließlich um gewinnorientierte, private Unternehmen, die in Berlin jeweils mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. In der Bundeshauptstadt betrifft das Schätzungen zufolge insgesamt 240.000 bis 250.000 Mietwohnungen. Was wird genau gefordert? Die betroffenen Wohnungen sollen in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) überführt und unter Beteiligung der Mieterschaft verwaltet werden. Nach Artikel 15 GG muss dabei eine Entschädigung gezahlt werden, und Die Linke will diese Entschädigung deutlich unter dem aktuellen Verkehrswert ansetzen. Bemessungsgrundlage soll der Ertragswert bei bez...

Erinnerung an die Zeit nach 9/11 und die Frage nach einem Mahnmal

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Nach 9/11 entwickelte sich bald eine gestalterische Diskussion darüber, wie man die Erinnerung an die Terrorangriffe verorten könnte. Es wurden zwei Memorial Competitions ausgerufen, für das Pentagon im Jahr 2002 und für Ground Zero im Jahr 2003, dem vormaligen Standort des World Trade Center in Manhattan. Ich nahm an beiden Wettbewerben als junger Architekt teil.  Der Beitrag für Ground Zero verbindet mich mit einem anderen Teilnehmer: Fritz Koenig. Er hatte, entgegen der Forderung "it's broken, you have to fix it", seine Kugelkaryatide stoisch mit Zeichen der Beschädigung wieder dort aufstellen wollen, wo sie vorher gestanden hatte. Aus architekturtheoretischer Perspektive drückt er damit den Alterswert im Gegensatz zum Neuheitswert aus, der Angriff und die Schäden werden Teil der unausweichlichen Zeichenhaftigkeit des Kunstwerks. Mein Beitrag hybridisert die getöteten Menschen symbolisch mit der neuen Landschaft. Dabei wollte ich ein "numbers game" vermeiden....

Klimahaine für Landshut – das komplette Konzeptpapier

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Klimahaine für Landshut – ein Konzeptpapier der Landshuter Bauminitiative: Angesichts der wiederkehrenden Debatten um den Klimaschutz und die Klimaanpassung im Herzen Landshuts möchte die Landshuter Bauminitiative (LBI) zu einer Versachlichung beitragen. Das Konzept der Klimahaine, das wir der Stadtverwaltung im Geist der Kooperation vorlegen konnten, zielt ausdrücklich auf die Versöhnung der wesentlichen Planungsziele – den sommerlichen Hitzeschutz und die gleichzeitige Durchführbarkeit bedeutender kultureller Veranstaltungen in der Altstadt. Gemeinsames Planen und Handeln ist der Schlüssel für ein gesundes, sicheres und erfolgreiches Stadtleben. Klimahaine für Landshut Landshut aufbäumen! Klimahaine für die „steinerne Stadt“ – Ein Vorschlag der LBI Konzeptpapier (ausführlich) Eine Frage wird uns oft gestellt: Warum einen Baum in der steinernen Stadt pflanzen, wenn es in den Hinterhöfen, Parks oder entlang der Isar genug Bäume gibt?  Die erste Antwort ist einfach: Wenn es in der s...

Arbeitersiedlungen – eine Antwort auf die Wohnungskrise?

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Über Arbeitersiedlungen als eine historische Antwort auf die Krise des Wohnens in Städten: Sie funktionieren wie Kleinstädte, sind aber letztlich konzipierte Räume: die Arbeitersiedlungen, in denen große Unternehmen lange ihre Arbeitenden unterbrachten. Interessant – aber auch ein Modell für die Zukunft?  Arbeitersiedlungen sind eine historische Antwort auf die Krise des Wohnens in Städten. Oder? Für sich genommen stellen sie kleine Städte dar. Sie dienen auch der Erprobung neuer Bautechnik, sozialer Angebote und pädagogischer Ansätze. Angefangen hat es mit der Fuggerei in Augsburg. Sie ist ein Beispiel für altruistisches Bauen, das ihren Bewohnern ein Leben in Würde bietet. Wie hat sich das Prinzip der Arbeitersiedlung bis heute gewandelt und welche Probleme löst sie? Sehen wir uns die Gründe für diese Form des Bauens, die architektonische Aufgabenstellung und ihre Ergebnisse im zeitlichen Verlauf an. Die Fuggerei Die Fuggerei wurde 1521 von ihrem Namensgeber Jakob Fugger gegründe...

Ein Vordach vor dem Höhleneingang

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Über die Beziehung zwischen Habitat und Architektur in der Science-Fiction: Habitate im All, insbesondere künstliche Lebenswelten in ausgehöhlten Asteroiden sind bekannte Schauplätze der Science-Fiction. Doch nicht nur. Die Wissenschaft befasst sich auch mit ihnen. So kommt ein aktueller Artikel zum Schluss, dass Asteroiden mit einem Umfang von wenigen hundert Metern unter Umständen zu Habitaten aus- bzw. umgebaut werden können. Dabei stellt sich die Frage, wie bei diesen Konstruktionen das Verhältnis von Umwelt zu Bauwerk beschaffen ist. Was sind sie eigentlich, und was bedeutet das für das Leben im Habitat? Ausgangspunkt ist ein architekturtheoretischer Blick auf das Thema, um anschließend ausgewählte Beispiele der Science-Fiction genauer unter die Lupe zu nehmen und entsprechend einzuordnen. Zu diesen Beispielen gehören der Mond Kaitains in Edmond Hamiltons Captain Future-Saga (»Im Zeitstrom verschollen«), der Geheimsatellit Troja aus der PERRY RHODAN-Serie, die »Rocks« bei Iain M...

Bessere Räume: Die Landschaft im Haus

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Der moderne Hortus Conclusus als resiliente Lebenswelt: Krisen verändern den Alltag erschreckend schnell und oft schneller, als man auf sie reagieren oder sie bewältigen kann. Nach einer Krise gilt es dann, nicht bloß zur Normalität zurückzukehren, wenn das überhaupt wünschenswert sein sollte. Nein, stattdessen gilt das Motto, den Status quo zu verbessern, getreu dem Motto “Build Back Better”. Die Absicht dahinter ist, Lebenswelten nachhaltiger, resilienter zu machen. Dies betrifft Arbeits- und Einkaufswelten insbesondere angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Innenstädte. Sich nach bereits vorher bestehenden Trends zu orientieren ist dabei zielführend – weil die Bewältigung der Krise kaum Zeit für aufwändige, neue Planungen lässt. Man möchte schnell wieder die Türen öffnen, die Kunden begrüßen, die Büroflächen belegen, den Alltag in diese Räume zurückholen. Eine solche bereits existierende Strategie, die seit Anbeginn der architektonischen Moderne Bestand hat,...