Posts

Resilience: Time Is Of The Essence

Image
Resilience: Did you ever use the word and wonder what it actually means? Truth is, it means many things to many different people. Personally? Stress is all around us and it is worthwhile to ask, if I change something, will stress go away? Think of the variables, the things you can adapt to let the stress pass, and keep the invariables. Socially? It means engaging with the people affected by stress in order to figure out a consensus on which variables can be adapted and which can't, in a manner that integrates different perspectives. For planners, I looked at the term, its various meanings, and its interrelations with other key planning topics, sustainability and vulnerability. The essay was published five years ago; I need to translate it for upcoming talks, and I need to amend it (with insights from the Memorandum Urbane Resilienz and related policy documents). Until then, here is the preprint of the version published by Topos in 2021. Planners aim at making cities and their popul...

Die Krise des Wohnens, nächste Runde

Image
Die Krise des Wohnens geistert wieder durch die Medien, diesmal in Zusammenhang mit der Wahl in Berlin und dem Vorhaben der Linken zur Enteignung von Mietwohnungen. Dabei geht es um die Umsetzung des Berliner Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE) auf Grundlage des Grundgesetzartikels 15 (Vergesellschaftung). Auf welche Eigentümer und welchen Wohnraum zielt der Volksentscheid ab? Es geht ausschließlich um gewinnorientierte, private Unternehmen, die in Berlin jeweils mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. In der Bundeshauptstadt betrifft das Schätzungen zufolge insgesamt 240.000 bis 250.000 Mietwohnungen. Was wird genau gefordert? Die betroffenen Wohnungen sollen in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) überführt und unter Beteiligung der Mieterschaft verwaltet werden. Nach Artikel 15 GG muss dabei eine Entschädigung gezahlt werden, und Die Linke will diese Entschädigung deutlich unter dem aktuellen Verkehrswert ansetzen. Bemessungsgrundlage soll der Ertragswert bei bez...

Erinnerung an die Zeit nach 9/11 und die Frage nach einem Mahnmal

Image
Nach 9/11 entwickelte sich bald eine gestalterische Diskussion darüber, wie man die Erinnerung an die Terrorangriffe verorten könnte. Es wurden zwei Memorial Competitions ausgerufen, für das Pentagon im Jahr 2002 und für Ground Zero im Jahr 2003, dem vormaligen Standort des World Trade Center in Manhattan. Ich nahm an beiden Wettbewerben als junger Architekt teil.  Der Beitrag für Ground Zero verbindet mich mit einem anderen Teilnehmer: Fritz Koenig. Er hatte, entgegen der Forderung "it's broken, you have to fix it", seine Kugelkaryatide stoisch mit Zeichen der Beschädigung wieder dort aufstellen wollen, wo sie vorher gestanden hatte. Aus architekturtheoretischer Perspektive drückt er damit den Alterswert im Gegensatz zum Neuheitswert aus, der Angriff und die Schäden werden Teil der unausweichlichen Zeichenhaftigkeit des Kunstwerks. Mein Beitrag hybridisert die getöteten Menschen symbolisch mit der neuen Landschaft. Dabei wollte ich ein "numbers game" vermeiden....

Postmodern Pyroscapes – Wildfires as a Crisis of Modernization

Image
One might think that settling wherever one desires corresponds to the American dream of shaping one’s own destiny. Tragically, this dream is fragmented by the structural inequality that pervades US society, resulting in unequal opportunity and uneven development. This becomes a matter of life and death in a disaster and shapes who can respond and recover and who can’t. The 2020 California wildfires are a case in point, compounded by the coronavirus pandemic. How did institutional modernization within a postmodern urbanized region facilitate this disaster, and what can be done to remedy such a perfect storm? Wildfires rage in California and its neighboring states time and again. Since climate change contributes to an increase in the frequency and intensity of these wildfires, more communities are impacted in heavier ways and more firefighters need to be on duty for longer periods of time across ever greater stretches of land on fire. The people of the American West deal with massive dis...

Klimahaine für Landshut – das komplette Konzeptpapier

Image
Klimahaine für Landshut – ein Konzeptpapier der Landshuter Bauminitiative: Angesichts der wiederkehrenden Debatten um den Klimaschutz und die Klimaanpassung im Herzen Landshuts möchte die Landshuter Bauminitiative (LBI) zu einer Versachlichung beitragen. Das Konzept der Klimahaine, das wir der Stadtverwaltung im Geist der Kooperation vorlegen konnten, zielt ausdrücklich auf die Versöhnung der wesentlichen Planungsziele – den sommerlichen Hitzeschutz und die gleichzeitige Durchführbarkeit bedeutender kultureller Veranstaltungen in der Altstadt. Gemeinsames Planen und Handeln ist der Schlüssel für ein gesundes, sicheres und erfolgreiches Stadtleben. Klimahaine für Landshut Landshut aufbäumen! Klimahaine für die „steinerne Stadt“ – Ein Vorschlag der LBI Konzeptpapier (ausführlich) Eine Frage wird uns oft gestellt: Warum einen Baum in der steinernen Stadt pflanzen, wenn es in den Hinterhöfen, Parks oder entlang der Isar genug Bäume gibt?  Die erste Antwort ist einfach: Wenn es in der s...

Arbeitersiedlungen – eine Antwort auf die Wohnungskrise?

Image
Über Arbeitersiedlungen als eine historische Antwort auf die Krise des Wohnens in Städten: Sie funktionieren wie Kleinstädte, sind aber letztlich konzipierte Räume: die Arbeitersiedlungen, in denen große Unternehmen lange ihre Arbeitenden unterbrachten. Interessant – aber auch ein Modell für die Zukunft?  Arbeitersiedlungen sind eine historische Antwort auf die Krise des Wohnens in Städten. Oder? Für sich genommen stellen sie kleine Städte dar. Sie dienen auch der Erprobung neuer Bautechnik, sozialer Angebote und pädagogischer Ansätze. Angefangen hat es mit der Fuggerei in Augsburg. Sie ist ein Beispiel für altruistisches Bauen, das ihren Bewohnern ein Leben in Würde bietet. Wie hat sich das Prinzip der Arbeitersiedlung bis heute gewandelt und welche Probleme löst sie? Sehen wir uns die Gründe für diese Form des Bauens, die architektonische Aufgabenstellung und ihre Ergebnisse im zeitlichen Verlauf an. Die Fuggerei Die Fuggerei wurde 1521 von ihrem Namensgeber Jakob Fugger gegründe...

Ein Vordach vor dem Höhleneingang

Image
Über die Beziehung zwischen Habitat und Architektur in der Science-Fiction: Habitate im All, insbesondere künstliche Lebenswelten in ausgehöhlten Asteroiden sind bekannte Schauplätze der Science-Fiction. Doch nicht nur. Die Wissenschaft befasst sich auch mit ihnen. So kommt ein aktueller Artikel zum Schluss, dass Asteroiden mit einem Umfang von wenigen hundert Metern unter Umständen zu Habitaten aus- bzw. umgebaut werden können. Dabei stellt sich die Frage, wie bei diesen Konstruktionen das Verhältnis von Umwelt zu Bauwerk beschaffen ist. Was sind sie eigentlich, und was bedeutet das für das Leben im Habitat? Ausgangspunkt ist ein architekturtheoretischer Blick auf das Thema, um anschließend ausgewählte Beispiele der Science-Fiction genauer unter die Lupe zu nehmen und entsprechend einzuordnen. Zu diesen Beispielen gehören der Mond Kaitains in Edmond Hamiltons Captain Future-Saga (»Im Zeitstrom verschollen«), der Geheimsatellit Troja aus der PERRY RHODAN-Serie, die »Rocks« bei Iain M...