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Showing posts from September, 2026

Die Krise des Wohnens, nächste Runde

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Die Krise des Wohnens geistert wieder durch die Medien, diesmal in Zusammenhang mit der Wahl in Berlin und dem Vorhaben der Linken zur Enteignung von Mietwohnungen. Dabei geht es um die Umsetzung des Berliner Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE) auf Grundlage des Grundgesetzartikels 15 (Vergesellschaftung). Auf welche Eigentümer und welchen Wohnraum zielt der Volksentscheid ab? Es geht ausschließlich um gewinnorientierte, private Unternehmen, die in Berlin jeweils mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. In der Bundeshauptstadt betrifft das Schätzungen zufolge insgesamt 240.000 bis 250.000 Mietwohnungen. Was wird genau gefordert? Die betroffenen Wohnungen sollen in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) überführt und unter Beteiligung der Mieterschaft verwaltet werden. Nach Artikel 15 GG muss dabei eine Entschädigung gezahlt werden, und Die Linke will diese Entschädigung deutlich unter dem aktuellen Verkehrswert ansetzen. Bemessungsgrundlage soll der Ertragswert bei bez...

Erinnerung an die Zeit nach 9/11 und die Frage nach einem Mahnmal

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Nach 9/11 entwickelte sich bald eine gestalterische Diskussion darüber, wie man die Erinnerung an die Terrorangriffe verorten könnte. Es wurden zwei Memorial Competitions ausgerufen, für das Pentagon im Jahr 2002 und für Ground Zero im Jahr 2003, dem vormaligen Standort des World Trade Center in Manhattan. Ich nahm an beiden Wettbewerben als junger Architekt teil.  Der Beitrag für Ground Zero verbindet mich mit einem anderen Teilnehmer: Fritz Koenig. Er hatte, entgegen der Forderung "it's broken, you have to fix it", seine Kugelkaryatide stoisch mit Zeichen der Beschädigung wieder dort aufstellen wollen, wo sie vorher gestanden hatte. Aus architekturtheoretischer Perspektive drückt er damit den Alterswert im Gegensatz zum Neuheitswert aus, der Angriff und die Schäden werden Teil der unausweichlichen Zeichenhaftigkeit des Kunstwerks. Mein Beitrag hybridisert die getöteten Menschen symbolisch mit der neuen Landschaft. Dabei wollte ich ein "numbers game" vermeiden....