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Erinnerung an die Zeit nach 9/11 und die Frage nach einem Mahnmal

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Nach 9/11 entwickelte sich bald eine gestalterische Diskussion darüber, wie man die Erinnerung an die Terrorangriffe verorten könnte. Es wurden zwei Memorial Competitions ausgerufen, für das Pentagon im Jahr 2002 und für Ground Zero im Jahr 2003, dem vormaligen Standort des World Trade Center in Manhattan. Ich nahm an beiden Wettbewerben als junger Architekt teil.  Der Beitrag für Ground Zero verbindet mich mit einem anderen Teilnehmer: Fritz Koenig. Er hatte, entgegen der Forderung "it's broken, you have to fix it", seine Kugelkaryatide stoisch mit Zeichen der Beschädigung wieder dort aufstellen wollen, wo sie vorher gestanden hatte. Aus architekturtheoretischer Perspektive drückt er damit den Alterswert im Gegensatz zum Neuheitswert aus, der Angriff und die Schäden werden Teil der unausweichlichen Zeichenhaftigkeit des Kunstwerks. Mein Beitrag hybridisert die getöteten Menschen symbolisch mit der neuen Landschaft. Dabei wollte ich ein "numbers game" vermeiden....