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Die Risszeichnung als utopische Praxis

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In PERRY RHODAN-Band 3319 "Rettet NATHAN!" des Chefautors der Serie, Ben Calvin Hary, wird auch eine lange Tradition dieser Science Fiction-Serie fortgesetzt – die Präsentation einer Risszeichnung. In dem genannten Heft stammt die fiktiv-technische Darstellung der Figur Aurelia Bina von mir. Sie ist eine semitronische Entität, ein künstliches Wesen, das sich als Frau versteht, Gefühle simulieren kann und eine biologische Hülle besitzt. Dadurch ähnelt sie einem Menschen so sehr, dass es schwer fällt, einen Unterschied zwischen künstlichem und natürlichem Wesen festzumachen. Mich fasziniert diese Figur und ich durfte eine Zeichnung von ihr für die Serie erstellen. Die Elemente sind freihand gezeichnet und im Rechner montiert. Wie üblich, befindet sich die Risszeichnung in der Heftmitte. Die Risszeichnungen als kulturelle Praxis habe ich u.a. in meinem Beitrag für Ästhetik & Kommunikation diskutiert, aus dem ich hier zitiere: "Die Praxis, Risszeichnungen von Raumschiffe...

Kosmische Architekturen: Aurelia Bina bei PERRY RHODAN

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Also, ein klein wenig stolz bin ich schon und fühle mich unglaublich geehrt. Die PERRY RHODAN-Serie lese ich bereits seit 40 (!) Jahren und habe bereits damals angefangen, Raumschiffe und Roboter zu zeichnen. Einige dieser Risszeichnungen sind auf der Leserkontaktseite der PERRY RHODAN-Hefte erschienen. Großes Teenagerglück! Später entstand der Kontakt zum Risszeichnungsjournal, in dem die Risszeichner der Serie und Fans ihre Werke präsentieren und kommentieren konnten. Eine schöne Zeit und ein schönes Hobby, das auch meinen Einstieg in die Architekturdisziplin begründete (wenn auch, wie in der Science Fiction üblich, alles ganz anders kam). Es folgte eine Lese- und Zeichenpause und Jahre später die Wiederbefassung mit der Serie – diesmal im Rahmen der Fan-Szene, am Stammtisch, auf Cons und in den Aktivitäten des Science Fiction Club Deutschland und der Perry Rhodan FanZentrale. Eine neue Risszeichnung entstand, eine humoristische und dabei ernsthaft und zum Geburtstag von Uschi Zietsc...

Urban Evolution Performance, Weimar

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Urban Evolution was a performance in public space in Weimar, Germany. Our intention was to address the phenomenon that new urban quarters lack atmosphere or "patina" due to their newness. In other words, they can't tell you a story related to their history or milieu, stories which can be appropriated, stories which give people a sense of belonging or identity. In new developments such stories have to be written first. So, we decided to playfully write a synthetic urban history, with boxes operated by individuals that would represent three different developmental steps. Prior to each step and resultant movement of the box, the individuals would mark up traces with chalk on the paving. The boxes represent phases in urban development, the movements indicate where temporary and permanent structures succeed each other, and each step was represented by different colors. The steps all leave traces behind that can be perceived by observers and users of public space ...

Cyclone Alfred, Brisbane floods: publication flashback

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Cyclone Alfred made landfall in Queensland and New South Wales yesterday as a tropical low with heavy rainfall prompting warnings and evacuations. We researched how this played out during the 2011 Brisbane floods for a 2018 issue of Disasters Journal: Risk communication and risk perception are critical factors in disaster management. Governments at all levels play a part in communicating risk, whereas the perception of risk entails active roles by community participants, including potential and actual victims of disasters. This paper discusses these matters in relation to the floods in Brisbane, Australia, in 2011. The findings are based on interviews with representatives of households whose dwellings or business premises were fully or partially inundated by the waters. The research shows how important it is to recognise the problems of institutional fragmentation in terms of communication and the active engagement of recipients in understanding and interpreting flood risk...

BR-Radiosendung über Science Fiction

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Manchmal befasse ich mich mit Science Fiction. Und wie der Zufall will, wurde ich für eine Radiosendung des Bayerischen Rundfunks interviewt. Im hörbaren Feuilleton geht es um reale und phantastische Reisen ins All. Folgerichtig heißt die Episode "Bayern im Weltraum: Von Raketenschlitten, Perry Rhodan und Bavaria One". Gabriele Pfaffenberger vom BR hat unseren Stammtisch in München besucht und stellte uns eine ganze Menge an Fragen, die für die Sendung folgendermaßen kondensiert wurden: Wie bedeutend ist Bayern als Weltraummacht? Ist in der bayerischen Seele schon angelegt, dass man stets nach unendlichen Weiten strebt? Wer sich dafür interessiert, wird unter folgendem Link eine Stunde lang bestens informiert und unterhalten: https://www.ardaudiothek.de/episode/bayerisches-feuilleton/bayern-im-weltraum-von-raketenschlitten-perry-rhodan-und-bavaria-one/bayern-2/14221975/  

Thomas Weil in der Neuen Galerie Landshut

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Ein sehr schönes Wiedersehen mit Thomas und Claudia Weil in der Neuen Galerie Landshut! Anlass war die Eröffnung der sehr sehenswerten Ausstellung der Werke von Angelika Hoegerl und Thomas Weil. Es ist kaum zu glauben, dass ich bereits vor 20 Jahren für Claudia und Thomas das Buch "Ornament in Architektur, Kunst und Design" übersetzt habe (erschienen im Callwey Verlag und mir persönlich durch Nicola Borgmann vermittelt). Auf die nächsten 20! Website der Neuen Galerie Landshut: https://ngla.de/  

Die neue phantastisch! ist da

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Man kann schon von einer Verkettung unheimlichster Zufälle sprechen. Als Teenager habe ich gezeichnet und geschrieben, zumeist phantastische Dinge, aber die Zeichnungen waren besser. Nachdem "Zeichnen" sich in "CAD" verwandelte – was an sich OK ist – kehrte ich zum Schreiben zurück. Und seitdem schreibe ich nicht nur über Science Fiction als hochinteressantes architektonisches Thema, sondern auch phantastische Geschichten. In der aktuellen Ausgabe des von Klaus Bollhöfener herausgegebenen Magazins phantastisch! ist meine Story "Zot, der Weltraumdetektiv" erschienen. Meinen tierischen Protagonisten lasse ich darin durch ein kosmisches Habitat streichen. Doch lest gerne selbst! In dem Heft enthalten sind auch eine Kurzgeschichte von Lucy Guth und ein Interview mit Uschi Zietsch, die ich Euch ebenfalls gerne ans Herz legen möchte. Und wer es unbedingt wissen möchte, einer meiner Eintrittspunkte in das Kurzgeschichtenuniversum war der Besuch eines Schreibsemin...